• US-GESELLSCHAFT/KULTUR (23. August 2006)
Charakteristische amerikanische Kunst, Teil II
Musik, Tanz, Architektur, die bildenden Künste und Literatur

LITERATUR

Ein Großteil der amerikanischen Literatur ist abgeleitet und von europäischen Formen und Stilen auf neue Orte übertragen. Beispielsweise ist "Wieland oder die Verwandlung", ebenso wie andere Romane von Charles Brockden Brown (1771-1810), eine nachdrückliche Imitation der gotischen Romane, die damals in England geschrieben wurden. Sogar die gut gesponnenen Geschichten von Washington Irving (1783-1859) wie "Rip Van Winkle" und "The Legend of Sleepy Hollow" erscheinen trotz der Tatsache, dass sie in der Neuen Welt spielen, angenehm europäisch.

Der wohl erste amerikanische Schriftsteller, der mutig neue Romane und Gedichte schrieb, war Edgar Allan Poe (1809-1849). 1835 fing Poe an, Kurzgeschichten zu schreiben – unter anderem "Im Todesgriff der roten Maske", "Die Grube und das Pendel", "Der Untergang des Hauses Usher" und "Der Doppelmord in der Rue Morgue" – die zuvor versteckte Ebenen der menschlichen Psyche erforschten und die Grenzen der Belletristik hin zum Kriminal- und Fantasyroman erweiteten.

In der Zwischenzeit sammelte der junge Nathaniel Hawthorne (1804-1864) einige seiner Geschichten als Twice-Told Tales, einem Buch, das reich an Symbolismus und magischen Vorkommnissen ist. Hawthorne schrieb später auch ganze "Liebesromane", gewissermaßen allegorische Erzählungen, die von Schuld, Stolz und emotionaler Unterdrückung in seinem Heimatstaat New England handelten. Sein Meisterstück, "Der scharlachrote Buchstabe", ist die dramatische Geschichte einer Frau, die von ihrer Gemeinde verstoßen wird, weil sie Ehebruch begangen hat.

Hawthornes Romane hatten großen Einfluss auf seinen Freund Herman Melville (1819-18919), der sich einen Namen machte, indem er Material aus seinen Tagen als Seemann in exotischen Romanen verwendete. Von Hawthornes Beispiel inspiriert, fing auch Melville an, Romane reich an philosophischen Spekulationen zu schreiben. In seinem Roman "Moby Dick" wird eine abenteuerliche Walfangreise zum Anlass genommen, Themen wie Besessenheit, das Wesen des Bösen und den menschlichen Kampf gegen die Elemente zu untersuchen. In einem anderen großartigen Werk, dem kurzen Roman "Billy Budd", thematisiert Melville die gegensätzlichen Anforderungen des Pflicht- und Mitgefühls an Bord eines Schiffes in Kriegszeiten. Seine tiefgründigeren Bücher verkauften sich schlecht, und bei seinem Tod war er bereits in Vergessenheit geraten. Sein Werk wurde allerdings Anfang des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt.

1836 veröffentlichte Ralph Waldo Emerson (1803-1882), ein ehemaliger Pfarrer, ein Aufsehen erregendes Sachbuch mit dem Titel "Natur", in dem er argumentierte, es sei möglich, ohne organisierte Religion zu leben und einen erhabenen spirituellen Zustand zu erreichen, indem man die Welt der Natur studiert und auf sie reagiert. Seine Arbeit beeinflusste nicht nur die Schriftsteller, die sich um ihn scharten und eine Bewegung mit dem Namen Transzendentalismus bildeten, sondern auch die Öffentlichkeit, die seinen Lesungen beiwohnte.

Emersons begabtester Mitdenker war Henry David Thoreau (1817-1862), ein entschiedener Nonkonformist. Nachdem er zumeist allein zwei Jahre in einer Hütte an einem See im Wald gelebt hatte, schrieb Thoreau "Walden", eine Abhandlung in Bucheslänge, die zu Widerstand gegen die aufdringlichen Diktate der organisierten Gesellschaft aufruft. Seine radikalen Schriften drücken eine tief verwurzelte Tendenz zum Individualismus in der amerikanischen Wesensart aus.

Mark Twain (das Pseudonym von Samuel Clemens, 1835-1910) war der erste große amerikanische Schriftsteller, der nicht an der Ostküste geboren wurde – sondern im Grenzstaat Missouri. Seine in der Region spielenden Meisterstücke wie "Leben auf dem Mississippi" und der Roman "Die Abenteuer des Huckleberry Finn" wurden bereits in Kapitel 2 thematisiert. Twains Stil – beeinflusst durch den Journalismus, in der Umgangssprache verwurzelt, direkt und schmucklos, aber auch extrem sinnträchtig und auf ehrfurchtslose Weise lustig – veränderte die Art und Weise, wie die Amerikaner ihre Sprache einsetzten, wenn sie schrieben. Twains Charaktere sprechen wie richtige Menschen, hören sich typisch amerikanisch an und verwenden lokale Dialekte, neu erfundene Worte und regionale Akzente.

Henry James (1843-1916) stellte sich dem Dilemma zwischen der Alten und Neuen Welt, indem er auf direkte Art darüber schrieb. Obwohl er in New York geboren war, verbrachte er den Großteil seines Lebens in England. Das zentrale Thema vieler seiner Romane sind Amerikaner, die in Europa leben oder dorthin reisen. Mit seinen kniffligen, anspruchsvollen Sätzen und seiner genauen Analyse emotionaler Nuancen kann James Prosa abschreckend wirken. Zu seinen zugänglicheren Werken zählen die Novellen "Daisy Miller" über ein bezauberndes amerikanisches Mädchen in Europa und "Das Durchdrehen der Schraube", eine rätselhafte Geistergeschichte.

Die zwei größten amerikanischen Poeten des 19. Jahrhunderts hätten in ihrem Temperament und Stil nicht unterschiedlicher sein können. Walt Whitman (1819-1892) war Arbeiter, Reisender, selbsternannter Krankenpfleger während des amerikanischen Bürgerkriegs (1861-1865) und poetischer Neuerer. Sein Meisterwerk war "Grashalme", in dem er einen frei fließenden Vers und Zeilen mit unregelmäßiger Länge dazu verwendete, das Allumfassende der amerikanischen Demokratie darzustellen. Er führt dieses Motiv einen Schritt weiter und setzt die große Bandbreite amerikanischer Erfahrungen mit sich selbst gleich – und schafft es dabei, sich nicht wie ein absoluter Egoist anzuhören. In "Gesang von mir selbst", dem langen, zentralen Gedicht in "Grashalme", schreibt Whitman beispielsweise: "Dies sind in Wahrheit die Gedanken aller Menschen allen Alters überall auf der Welt, ich habe sie nicht erdacht..."

Whitman war auch ein Poet des Körpers – "der körperlichen Elektrizität", wie er es nannte. In seinem Buch "Studies in Classic American Literature" schrieb der britische Autor D.H. Lawrence, dass Whitman "der erste sei, die alte moralische Vorstellung zu zerschlagen, dass die menschliche Seele etwas 'Höheres" und dem Fleisch 'überlegen' sei".

Emily Dickinson (1830-1886) hingegen führte das behütete Leben einer vornehmen unverheirateten Frau in einer Kleinstadt in Massachusetts. Innerhalb der formellen Struktur sind ihre Gedichte geistreich, raffiniert, hervorragend komponiert und psychologisch durchdringend. Ihr Werk war für die damalige Zeit unkonventionell und wenige ihrer Gedichte wurden zu ihren Lebzeiten veröffentlicht.

Viele davon handeln vom Tod, oft mit unerwarteten Wendungen. Eines beginnt mit den Worten: "Weil ich für Ihn nicht halten konnt, der Tod hielt an für mich." Die erste Zeile eines weiteren Gedichts von Dickinson spielt mit ihrer sozialen Stellung als Frau in einer von Männern dominierten Gesellschaft und als nicht anerkannte Dichterin: "Ich bin niemand! Wer bist du? / Bist niemand auch du?"

Anfang des 20. Jahrhunderts weiteten amerikanische Romanautoren das soziale Spektrum der Belletristik auf das Leben der vornehmen Welt als auch sozial niedrigerer Schichten aus. In ihren Geschichten und Romanen beleuchtete Edith Wharton (1862-1937) das Leben der gesellschaftlichen Oberschicht an der Ostküste, in der sie aufgewachsen war. Eines ihrer besten Bücher, "Zeit der Unschuld", handelt von einem Mann, der sich entschließt, eine traditionelle, gesellschaftlich akzeptable Frau zu heiraten statt einer faszinierenden Außenseiterin. Zu etwa derselben Zeit beschrieb Stephen Crane (1871-1900), bekannt für seinen Bürgerkriegsroman "Das rote Siegel", in "Maggie, das Straßenkind" das Leben von Prostituierten in New York. Und Theodore Dreiser (1871-1945) erzählt in "Schwester Carrie" die Geschichte eines Mädchens vom Lande, das nach Chicago zieht und sich dort aushalten lässt.

Experimente in Stil und Form begleiteten die neue Freiheit der Themen. 1909 veröffentlichte Gertrude Stein (1874-1946), die damals in Paris lebte, "Three Lives", einen innovativen Roman, der von ihrer Vertrautheit mit Kubismus, Jazz und anderen Strömungen in der zeitgenössischen Kunst- und Musikszene beeinflusst wurde.

Der Dichter Ezra Pound (1885-1972) wurde in Idaho geboren, verbrachte aber einen großen Teil seines Lebens als Erwachsener in Europa. Seine Arbeit ist komplex, manchmal obskur, und enthält viele Anspielungen auf andere Kunstformen und viele literarische Werke, sowohl aus dem Westen als auch aus dem Osten. Er beeinflusste zahlreiche andere Dichter, in besonderem Maße T.S. Eliot (1888-1965), der auch im Ausland lebte. Eliots Poesie ist karg und zerebral und wird von einer dichten Symbolstruktur getragen. In “Das wüste Land” stellte er in fragmentierten, bedrückenden Bildern eine voreingenommene Vision der Gesellschaft nach dem Ersten Weltkrieg dar. Wie die Poesie von Pound konnten auch Eliots Gedichte voller Anspielungen sein. Einige Ausgaben von "Das wüste Land" enthalten Fußnoten des Dichters. Eliot erhielt 1948 den Literaturnobelpreis.

Amerikanische Schriftsteller verliehen auch ihrer Desillusioniertheit nach dem Krieg Ausdruck. Die Geschichten und Romane von F. Scott Fitzgerald (1896-1940) fangen die rastlose, vergnügungssüchtige, trotzige Stimmung der Zwanzigerjahre ein. Fitzgeralds charakteristisches Thema, das er auf prägnante Art in "Der große Gatsby" zum Ausdruck bringt, ist die Tendenz der goldenen Träume der Jugend, sich in Misserfolge und Enttäuschung zu verwandeln.

Ernest Hemingway (1899-1961) hatte als Krankenwagenfahrer im Ersten Weltkrieg direkten Kontakt mit Gewalt und Tod. Das sinnlose Blutbad überzeugte ihn, dass abstrakte Sprache zumeist leer und irreführend ist. Er verzichtete in seinen Schriften auf unnötige Worte, vereinfachte die Satzstruktur und konzentrierte sich auf konkrete Objekte und Handlungen. Er hielt an einem moralischen Kodex fest, der Mut in Stresssituationen betonte, und seine Protagonisten waren starke, stille Männer, die in ihrem Umgang mit Frauen oftmals unsicher waren. "Fiesta" und "In einem andern Land" werden allgemein als seine besten Romane angesehen. 1954 wurde Hemingway der Literaturnobelpreis verliehen.

Abgesehen von den Entwicklungen in der Belletristik waren die Zwanzigerjahre eine wichtige Zeit für das Theater. Es gab keinen bedeutenden amerikanischen Dramatiker, bevor Eugene O'Neill (1888-1953) anfing, seine Stücke zu schreiben. O'Neill gewann 1963 den Literaturnobelpreis und stützte sich zur Erkundung des menschlichen Seelenlebens auf die klassische Mythologie, die Bibel sowie die neue Wissenschaft der Psychologie. Er schrieb offen über Sex und Familienstreitigkeiten, widmete sich doch primär der Identitätssuche des Einzelnen. Eines seiner größten Werke ist "Eines langen Tages Reise in die Nacht", ein qualvolles Drama, in kleinem Rahmen aber mit großem Thema. Es basiert größtenteils auf O'Neills Familie.

Ein weiterer auffallend origineller amerikanischer Bühnenschriftsteller war Tennessee Williams (1911-1983), der seiner Herkunft aus dem Süden der Vereinigten Staaten in poetischen, aber sensationellen Theaterstücken Ausdruck verlieh. Typischerweise handelten sie von einer sensiblen Frau, die in einem brutalen Umfeld gefangen ist. Einige von Williams Theaterstücken sind verfilmt worden, darunter "Endstation Sehnsucht" und "Die Katze auf dem heißen Blechdach".

Fünf Jahre vor Hemingway wurde einem anderen amerikanischen Schriftsteller der Nobelpreis verliehen: William Faulkner (1897-1962). Faulkner schaffte es, in Yoknapatawpha, einem von ihm erfundenen Landkreis in Mississippi, zahlreiche Aspekte des menschlichen Verhaltens. Er dokumentiert die scheinbar unbearbeiteten Äußerungen seiner Charaktere, um ihre innere Verfassung darzustellen – eine Technik, die man "stream of consciousness" nennt. (Vielmehr sind diese Passagen sorgfältig durchdacht und ihre scheinbare Zufälligkeit ist eine Illusion.) Er brachte auch bewusst die zeitliche Abfolge durcheinander, um zu zeigen, wie die Vergangenheit – insbesondere die Ära der Sklavenhaltung im Süden – in der Gegenwart fortdauert. Zu seinen großen Werken zählen "Schall und Wahn", "Absalom, Abalom!", "Go down, Moses" und "Die Unbesiegten".

Faulkner war Teil einer literarischen Renaissance im Süden, der auch Personen wie Truman Capote (1924-1984) und Flannery O'Connor (1925-1964) angehörten. Obwohl Capote Kurzgeschichten und Romane, Belletristik und Sachbücher schrieb, war sein Meisterwerk "Kaltblütig", ein Tatsachenbericht über einen mehrfachen Mord und die Zeit danach - die Vermischung verbissener Berichterstattung mit der durchdringenden Psychologie und kristallklaren Prosa eines Romanautoren. Weitere Vertreter des "sachlichen Romanschreibens" sind Norman Mailer (geboren 1923), der in "Heere aus der Nacht" über einen Antikriegsmarsch zum Pentagon schrieb sowie Tom Wolfe (geboren 1931), der in "The Right Stuff" über Astronauten schreibt.

Flannery O'Connor war Katholikin - und demnach eine Außenseiterin im größtenteils protestantisch geprägten Süden, in dem sie aufwuchs. Ihre Charaktere sind sowohl von Gott, als auch von Satan besessene protestantische Fundamentalisten. Am bekanntesten sind ihre tragikomischen Kurzgeschichten.

Die Zwanzigerjahre waren auch die Entstehungszeit einer schwarzen Künstlergemeinschaft im New Yorker Stadtteil Harlem. Die Zeit der so genannten Harlem Renaissance brachte talentierte Dichter wie Langston Hughes (1902-1967), Countee Cullen (1903-1946) und Claude McKay (1889-1948) hervor. Die Schriftstellerin Zora Neale Hurston (1903-1960) verband ihr Erzähltalent mit Anthropologie und schrieb lebhafte Geschichten aus der afrikanisch-amerikanischen Tradition des mündlichen Geschichtenerzählens. Durch Bücher wie den Roman "Und ihre Augen schauten Gott" über das Leben und die Ehen einer hellhäutigen afroamerikanischen Frau beeinflusste Hurston die nachfolgende Generation schwarzer Schriftstellerinnen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg machte eine neue Empfänglichkeit für unterschiedliche Stimmen die Literatur schwarzer Autoren massentauglich. James Baldwin (1924-1987) drückte in "Giovannis Zimmer" seine Verachtung für Rassismus aus und zelebrierte die Sexualität. In "Der unsichtbare Mann" brachte Ralph Ellison (1914-1994) das Schicksal von Afroamerikanern, deren Hautfarbe sie für die mehrheitlich weiße Kultur praktisch unsichtbar machte, mit dem übergeordneten Thema der menschlichen Identitätssuche in der modernen Welt in Verbindung.

In den Fünfzigerjahren brachte die Westküste eine literarische Bewegung hervor - die Gedichte und Romane der "Beat Generation". Die Bezeichnung bezog sich gleichzeitig auf den Rhythmus von Jazzmusik, auf das Gefühl der Zermürbung der Nachkriegsgesellschaft sowie das Interesse an neuen Erfahrungen wie Drogen, Alkohol und östliche Mystik. Der Poet Allen Ginsberg (1926-1997) gab in "Geheul" (Howl), einem Werk in der Tradition von Whitman, den Ton für die sozialen Proteste und visionäre Ekstase vor. Es beginnt mit der aussagekräftigen Zeile: "Ich sah die besten Köpfe meiner Generation zerstört vom Wahnsinn..." Jack Kerouac (1922-1969) beschrieb in seinem episodenartig erzählten Roman "On the Road" den sorglosen, hedonistischen Lebensstil der Beat Generation.

Über Irving und Hawthorne bis heute war die Kurzgeschichte stets eine beliebte amerikanische Literaturform. Einer ihrer führendsten Vertreter im 20. Jahrhundert war John Cheever (1912-1982), der eine weitere Facette des amerikanischen Lebens in die Sphäre der Literatur brachte: die wohlhabenden Vororte, die um die meisten Großstädte entstanden waren. Cheever wurde lange mit dem "New Yorker" in Verbindung gebracht, einem Magazin, das für seinen Wortwitz und seine sprachliche Raffinesse bekannt war.

Obwohl es gefährlich sein kann, in der aktuellen Literatur nach Trends Ausschau zu halten, ist es verblüffend, wie viele Angehörige von Minderheiten seit kurzem in der literarischen Landschaft vertreten sind. Hier nur einige Beispiele. Die amerikanische Ureinwohnerin Leslie Marmon Silko (geboren 1948) verwendet Umgangssprache und traditionelle Geschichten, um quälenden lyrischen Gedichten wie "In Cold Storm Light" Form zu geben. Amy Tan (geboren 1952) ist chinesischer Abstammung und beschreibt in "Töchter des Himmels" die anfänglichen Schwierigkeiten ihrer Eltern in Kalifornien. Oscar Hijuelos (geboren 1951), ein in Kuba verwurzelter Schriftsteller, gewann 1991 den Pulitzer-Preis für seinen Roman "Die Mambo Kings spielen Songs der Liebe". Edmund White (geboren 1940) beschreibt in einer Romanreihe, die mit dem Buch "Selbstbildnis eines Jünglings" beginnt, die Seelenqualen und die Komik im Leben eines heranwachsenden Homosexuellen in Amerika. Und schließlich haben afroamerikanische Frauen einige der aussagekräftigsten Romane der vergangenen Jahrzehnte geschrieben. Eine von ihnen ist Toni Morrison (geboren 1931), Autorin von "Menschenkind" und weiteren Büchern. Sie gewann 1993 den Literaturnobelpreis und war damit erst die zweite Frau, der diese Ehre zuteil wurde.

Originaltext: Distinctively American Arts; Portrait of the USA
siehe: http://usinfo.state.gov/usa/infousa/facts/factover/ch10.htm